Der Wiesn-Sanitätsdienst der Aicher Ambulanz ist auf dem Oktoberfest 2026 mit knapp 400 Einsatzkräften und 36 Ärzten im Einsatz. Einige Neuerungen sorgen für eine noch bessere Versorgung der Patienten. 

In der Wiesn-Ambulanz im Servicezentrum wurde nicht nur die Einsatzzentrale modernisiert. Auf dem Oktoberfest 2026 bietet der Aicher-Sanitätsdienst auch eine noch bessere medizinische Ausstattung. Am Freitag, den 18.9.2026, ab 9 Uhr startet die Aicher Ambulanz den Sanitätsdienst auf dem Münchner Oktoberfest 2026. Mit rund 430 Einsatzkräften, davon 36 Ärzten, ist das Team in 24/7-Besetzung bis 5.10.2026, 9 Uhr, im Einsatz. 

Einsatzzentrale vom Wiesn-Sanitätsdienst modernisiert

Der Sanitätsdienst verfügt über eine eigene Einsatzzentrale, die weitergeleitete Notrufe aufnimmt, Einsätze disponiert und Patiententransporte organisiert. Diese wurde durch von der Aicher Ambulanz renoviert: Die jahrzehntealte Einrichtung der Disponenten-Arbeitsplätze wurde modernisiert und die Hardware
verbessert, was eine noch schnellere Notfalldisposition unterstützen soll. Auch die Alarmierungskette über die SafeNow-App ist in diesem Jahr wieder möglich:
Nutzer der App können in kooperierenden Festzelten den Sicherheitsdienst kontaktieren, der nach Feststellung vor Ort die den Aicher Sanitätsdienst über die SafeNow-App mit einem GPS-genauen Standort dazu rufen kann. 

Bessere Versorgung der Wiesngäste 

Der Wiesn-Sanitätsdienst kann auch in diesem Jahr die Mindestanforderungen der Ausschreibung für medizinische Ausstattung auf dem Oktoberfest überbieten: Darunter der Einsatz des LIFEPAK 35 Monitor/Defibrillator der Marke Stryker mit revolutionärer Analysetechnologie während der Thoraxkompression in der Reanimationsphase sowie einer verbesserten Grafikdarstellung eines 12- und sogar 15-Kanal-EKGs zur Unterstützung der Diagnose.

In diesem Jahr bietet auch der Akutraum auf der Sanitätswache, in dem unter anderem potenziell schwer verletzte Personen behandelt werden, eine Neuerung: Zur Versorgung von Traumapatienten wird eine vitalunterstützende, beheizbare Tragenauflage der Marke PAX-Bags eingesetzt. Jedes sinkende Grad an Körpertemperatur verschlechtert den Zustand eines bereits schwer verletzten Patienten – dem diese Maßnahme entgegenwirkt.

Moderne Laborgeräte für schnellere Diagnosen 

Als drittes Highlight kooperiert die Aicher Ambulanz Union mit QuidelOrtho, das dem Sanitätsbetrieb zwei Laborgeräte zur Erhebung verschiedener Blutwerte für diagnostische Erkenntnisse zur Verfügung stellt. Somit können die medizinischen Kräfte auf der Theresienwiese schnellere Diagnosen zu Krankheiten ableiten, was sonst in umliegenden Laboren und Kliniken erfolgte.

Auch der Computertomograph, der in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München betrieben wird, ist wieder auf der Theresienwiese im Einsatz. „Mit diesem sanitätsdienstlichen Aufgebot verfolgen wir weiterhin das Ziel, den Rettungsdienst und die Münchner Klinikinfrastruktur zu entlasten und Patienten weitestgehend auf der Theresienwiese zu versorgen“, so Geschäftsführer Michel Belcijan. Durch die Maßnahmen konnte die Abtransportquote in Kliniken im letzten Jahr bereits auf  1,6 Prozent gesenkt werden. 

Wiesn-Sanitätsdienst mit angepassten Einsatzkonzept

Da es Grundanspruch der Notfallversorgung ist, in jeglicher Notlage bestmöglich zu agieren, werden die Einsatzkonzepte regelmäßig auf Verbesserungsmöglichkeiten geprüft: Entsprechend führt der Sanitätsdienst seit diesem Jahr die neue Position des sogenannten Supervisors ein. Diese soll als zusätzliche Führungskraft die Sanitätskräfte bei größeren Einsatzlagen vor Ort unterstützen, um eine noch bessere Abarbeitung der Versorgung zu bewirken.

2025 über 7.000 Personen versorgt

Bei der Wiesn 2025 versorgte der Sanitätsdienst 7.158 Patientinnen und Patienten. Die Tragenbesatzungen rückten dabei zu 2.188 Einsätzen aus. Die CT-Untersuchungen lagen bei 156 Fällen. Der Anteil alkoholbedingter Notfälle lag bei 39 Prozent, chirurgische Verletzungen machten 35 Prozent aus, internistische und sonstige Beschwerden 26 Prozent. 

 

Foto oben: Der leitende Arzt in der Wiesn-Ambulanz Dr. Philip Kampmann vor einem modernen Diagnosegerät 

 

Fotostrecke Einblick in die Wiesn-Ambulanz 2026