Es gibt einige Neuigkeiten auf dem Oktoberfest 2026 vom 19. September bis 4. Oktober. Neue Fahrgeschäfte, Wechsel bei den Wiesnwirten und eine verbesserte Besucherlenkung.

Die Neuheiten auf dem Oktoberfest 2026 hat Wiesn-Chef Dr. Christian Scharpf am 31. Juli vorgestellt. Erstmals zapft der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause am 19.9. pünktlich um 12 Uhr das erste Fass in der Festhalle Schottenhamel an. Mit dem „O’zapft is!“ ist die 191. Wiesn eröffnet.
Neu: Bartls Flößerstadl statt Münchner Stubn
Einige Änderungen gibt es bei den Festzelten. Klaus Bartl übernimmt kurzfristig den Platz der „Münchner Stubn“, nachdem Alexander Egger seine Zulassung zurückgezogen hat. Der langjährige Chef des Campingplatzes Thalkirchen wird mit seinem Wiesnzelt „Bartls Flößerstadl“ vertreten sein. Im Zelt mit 398 Plätzen möchte Klaus Bartl die Geschichte und Bedeutung der Flößerei für München und die Region aufgreifen und die Flößer-Tradition in das Erlebnis Oktoberfest integrieren. Auf der Speisekarte sollen regionale Qualitätsprodukte mit Schwerpunkt auf Bio- und Fairtrade-Zutaten stehen. (Wirtsbudenstraße 26).
Bodos Cafézelt mit Galerie
Das alte Aluminiumzelt von Bodos Cafeezelt & Cocktail Bar hat ausgedient. Festwirt Otto Lindinger ersetzt es durch ein komplett neues, größeres Festzelt mit Galerie in nachhaltiger Holzbauweise. Die Bar im Zelt wurde vergrößert und auf die Galerie verlegt. Der neue, überdachte Straßenverkauf lädt mit Sitzplätzen, Siebträger-Kaffeemaschine und Showback-Aktionen zum Einkehren ein. Mit 587 bleibt die Gastplatzzahl jedoch unverändert (Straße 2).
Stiftl ist jetzt großer Wiesnwirt
Christine und Lorenz Stiftl, bisher Betreiber der Schützenlisl auf der Oidn Wiesn, übernehmen heuer das Paulaner Festzelt und rücken damit in die Riege der großen Wiesnwirte auf. Die Brauereifesthalle ist das zweitgrößte Zelt auf dem Oktoberfest. (Wirtsbudenstraße 59).
Neue Wirte für die Schützenlisl
Michael Bietsch bildet zusammen mit den Geschäftsführern der Münchner Suppenküche, Florian Fendt und Manfred Kneifel das neue Wirtetrio im Volkssängerzelt Schützenlisl. Der altmünchnerische Charakter in diesem Zelt soll sich nicht groß ändern: So bleibt auch Traudi Siferlinger die musikalische Leiterin. Neue Impulse bei Gastlichkeit, Qualität und Programm sollen das Zelt behutsam weiterentwickeln. Eine Änderung gibt es beim Bier: Künftig wird statt Augustiner Hacker aus dem Holzfass ausgeschenkt (Oide Wiesn 38).
Neue Betreiberin der Historischen Kegelbahn
Nachdem der bisherige Betreiber und Wirt der Historischen Kegelbahn auf der Oidn Wiesn, Michael Bietsch,Wirt des Schützenlisl-Festzelts wird, übernimmt Sabine Erhard die Kegelbahn und die integrierte Kugel-Bar (Oide Wiesn 3).
Musikzeiten in den Festzelten ausgeweitet
Den großen Festzelten wird 2026 erstmals gestattet, mit Ausnahme des Eröffnungstags, wochentags schon ab 11 Uhr und an den Wochenenden ab 10 Uhr Musik zu spielen. Bis 12 Uhr darf jedoch nur traditionelle Blasmusik gespielt werden. Dies soll Besucherströme entzerren.
Neue Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest 2026
Neu ist in diesem Jahr das Rundfahrgeschäft „Shake & Roll“ von Else Schäfer. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des klassischen „Break Dance“. Im Gegensatz zum Vorgänger sind die Gondeln nicht starr montiert, sondern können sich frei überschlagen. Durch die Fliehkräfte schaukeln und führen die Gondeln komplette Loopings aus – nicht motorgesteuert, sondern allein durch die Physik der Bewegung. Jede Fahrt wird dadurch einzigartig, weil Anzahl und Intensität der Überschläge vom Gewicht der Fahrgäste sowie der Fahrweise des Rekommandeurs abhängen (Matthias-Pschorr-Straße 52).
„Fisherman‘s“ ist das neue Schau- und Belustigungsgeschäft von Franz Xaver Kollmann, das zum ersten Mal auf dem Oktoberfest steht. Es wurde 2026 neu gebaut und bietet auf drei Etagen Spaß, Action und Wasserabenteuer. Thematisch sind die Besucherinnen und Besucher in einem Fischerdorf unterwegs, das mit zahlreichen Polyester-Anbauteilen für eindrucksvolle 3-D-Effekte gestaltet ist. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen 15 Meter langen Laufparcours davor. (Straße 3 Ost/ 5).
Das Chaos Pendel von Willi Ottens junior feiert 2026 ebenfalls seine Premiere auf dem Oktoberfest. Das Fahrgeschäft wirbelt seine Gäste in bis zu 42 Meter Höhe und mit bis zu 80 km/h durch die Luft. Angetrieben von einem rotierenden Arm, der selbst an einem schwenkbaren Propeller hängt, drehen sich die beiden Gondeln um die eigene Achse. Durch die dreifach gekoppelte Bewegung entstehen immer wieder neue Fahrverläufe (Straße 3 Ost/ 9).
Besucherlenkung verbessert
Nach der kritischen Überfüllungssituation im letzten Jahr musste die Besucherlenkung auf dem Festgelände verbessert werden. Für die neu geschaffene Koordinierungsstelle muss deshalb das Fundbüro aus dem Servicezentrum ausziehen. Dort wird künftig ein modernes Beobachtungsmanagement sowie die Steuerung der Besucherströme stattfinden und für den Informationsfluss zwischen allen beteiligten Sicherheitsbehörden und der Veranstaltungsorganisation gesorgt werden. Mit diesen Maßnahmen wird sichergestellt, dass Überfüllungssituationen rechtzeitig erkannt und aufgelöst werden.
Die Stadt hat darüber hinaus die Kampagne „How to Wiesn“ entwickelt, die bereits im Mai 2026 gestartet ist. Die Botschaften an die Gäste sind dabei klar: Während der Woche ist es am schönsten auf dem Oktoberfest, statt Warteschlangen vor den Zelten zu bilden, sollte man die Schaustellerstraße oder die Oide Wiesn besuchen und die Wiesn hat nicht nur einen Eingang.
