Eintritt auf die Oide Wiesn gibt es schon, auf das Oktoberfest wird er abgelehnt

Bayerns Brauerpräsident Stefan Schneider bringt das Thema Eintritt auf das Oktoberfest ins Gespräch und erntet kräftigen Gegenwind von OB Dieter Reiter, Wiesnchef Christian Scharpf und den Wiesnwirten.

Eintritt auf das Oktoberfest gibt es doch schon! Warum verursacht dann Brauerpräsident Stefan Schneider eine solche heftige Reaktion, wenn er das Thema ins Gespräch bringt? Er meint, der Maßpreis für das Bier kann nur stabil gehalten werden, wenn die Kosten über einen Eintritt auf das Fest aufgefangen werden.

Aber schließlich muss man jetzt schon vier Euro Eintritt bezahlen, wenn man auf den historischen Teil des Oktoberfests will. Nun, da gibt es einen wesentlichen Unterschied: Mit dem Eintritt auf die Oide Wiesn wird ein umfangreiches, traditionelles Kulturprogramm mitfinanziert und sichergestellt, dass die Besucherinnen und Besucher dort für 1,50 Euro in den historischen Fahrgeschäften mitfahren können. Die Kosten für das Bier bewegen sich dort in dem selben Niveau wie auf dem übrigen Festgelände. 

Scharpf: Oktoberfest ist kein Freizeitpark

Wiesnchef Christian Scharpf hat auf die Überlegungen von Schneider sehr schnell und deutlich reagiert: „Das Oktoberfest ist kein Freizeitpark, sondern ein Volksfest für alle.“ Oberbürgermeister Dieter Reiter schlägt in die selbe Kerbe: „Ein kostenloser Bummel über das Gelände muss weiterhin gewährleistet werden. 

Auch die Wiesnwirte sind gegen einen Eintritt auf das Oktoberfest. Die beiden Sprecher der Wiesnwirte Peter Inselkammer und Christian Schottenhamel lehnen den Vorstoß von Schneider ab. Ihre Argumentation: Zwar werde auf der Wiesn soviel Bier wie eh und je getrunken, aber ansonsten brechen die Bierumsätze in Deutschland dramatisch ein. Was zur Folge hat, dass die Brauereien ihre niedrigen Erlöse sowieso mit höheren Preisen ausgleichen müssen. Eine Subventionierung des Bierpreises mit Geldern aus Eintrittsgeldern würde demnach schnell verpuffen.